Air Canada Business Class im Airbus A330-300 nach Toronto

Dank eines Error-Fares flogen wir mit der Air Canada Business Class im Airbus A330-300 von München nach Toronto. Trotz Komplikationen beim Boarding und einem nicht mehr ganz aktuellen Business Class Sitz konnte Air Canada im Service und bei der Qualität der Speisen doch noch überzeugen. Wie wir insgesamt zufrieden waren, erfährst du in diesem Trip Report.

Air Canada Airbus A330-300 (Registrierung C-GHKW) am Gate Flughafen München

Air Canada Airbus A330-300 (Registrierung C-GHKW) am Gate Flughafen München

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Boarding AC847

Nach unserer Ankunft aus Oslo und einem kurzen Abstecher in die Lufthansa Senator Lounge begaben wir uns zum Gate. Dort angekommen wurde allerdings schon eine Verspätung von 20 Minuten angekündigt. Wir entschieden, dass sich der Rückweg in die Lounge nicht mehr lohnte, und stellten uns zu den anderen wartenden Passagieren.

Boarding AC847 nach Toronto mit Verspätung

Boarding AC847 nach Toronto mit Verspätung

Als das Priority Boarding begann, reihten wir uns in die Schlange für die Business Class Gäste ein. Beim Scannen unseres Flugtickets wurden wir aber durch ein schrillendes Piepen gestoppt. Ein freundlicher Mitarbeiter bat meine Frau und mich zur Seite und verlangte unsere Tickets und Reisepässe. Während der Herr wild im Computer suchte, dachte ich über die Ursache des Problems nach. Sollte der Flug überbucht sein? Gibt es Probleme mit dem Visum? Ein Upgrade konnte ich ausschließen, da Air Canada nur in einer Drei-Klassen-Konfiguration (Business, Premium Economy und Economy) fliegt und auf meinem Ticket schon die Reihe 1 vermerkt war.

Es stellte sich schließlich heraus, dass der Kollege beim Check-in am Flughafen von Oslo den Reisepass von meiner Frau und mir vertauscht hatte. Somit gab es Probleme beim Zuordnen der verschiedenen Visa (eTA für Kanada und ESTA für die USA). Nachdem alles wieder in Ordnung gebracht wurde, schleuste uns der kompetente Herr wieder in die Schlange und wir konnten sofort das Boarding vorsetzten. An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an das tolle Team am Gate.

Boarding

Boarding

Aufgrund der Verzögerungen waren wir leider die letzten Gäste in der Business Class und wurden schon an der Flugzeugtür 1L erwartet. Nachdem wir unser Handgepäck verstaut hatten, wurden wir von der Purserette persönlich begrüßt und nach unserem ersten Getränkewunsch gefragt.

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Kabine

Air Canada hat die Internationale Business Class Kabine im Airbus A330-300 mit insgesamt 27 Sitzen in neun Reihen ausgestattet. Diese befinden sich komplett im vorderen Teil des Flugzeuges zwischen der ersten und zweiten Flugzeugtür. Früher gab es auch noch eine zweite, kleinere Business Class Kabine mit nur drei Reihen, welche aber aktuell durch eine Premium Economy ausgetauscht wurde.

Air Canada Airbus A330-300 Kabinenlayout (Quelle: Air Canada)

Air Canada Airbus A330-300 Kabinenlayout (Quelle: Air Canada)

In der Air Canada Business Class im Airbus A330 sind die Sitze schräg in dem sogenannten Herringbone- oder Fischgrätenanordnung verbaut. Durch die 1-1-1 Kabinenkonfiguration (A, G & K) ist der direkte Zugang zum Gang für jeden Business Class Passagier garantiert. Dies ist ein klarer Vorteil. Durch die schräge Ausrichtung der Sitze ist jedoch der Ausblick zum Fenster als auch die Kommunikation zwischen den Reisenden erschwert.

Air Canada Business Class im Airbus A330 - Kabine

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Kabine

Als Alleinreisender empfiehlt sich ein Sitzplatz auf der linken Seite des Fliegers. Durch die Rückwand des Sitzes in der Mitte bietet er so eine erhöhte Privatsphäre. Reist man zu zweit, sind der mittlere und rechte Sitzplatz (G & K) jedoch die bessere Wahl. Zwar sitzt man hier immer noch nicht nebeneinander, hat aber Blickkontakt und kann sich auch bedingt unterhalten. Bedenken sollte man aber bei der Sitzplatzwahl, dass sich die Passagiere am rechten Gang die Gepäckablage mit doppelt so vielen Reisenden teilen müssen. Meiner Meinung nach befinden sich die besten Sitzplätze in der Air Canada Business Class im Airbus A330 auf der linken Flugzeugseite (A) in der Reihe Zwei bis Sieben.

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Sitz

In der Airbus A330-300 Business Class hat Air Canada den Sitztyp Classic Pod verbaut. Die harten Fakten dieses älteren Models sind schnell aufgezählt: verstellbare Kopf- und Beinstütze, Länge der horizontal eingestellten Sitzfläche 191 cm, Sitzbreite von 53 cm, persönliche Leselampe, 110 V & USB-Anschluss, Lendenstütze und Massagefunktion.

Beim Online Check-in hatte ich mich für den Sitz 1A entschieden. Wie sich herausstellte, war dies keine so gute Wahl, da ich ohne Verrenkung kaum aus dem Fenster schauen konnte. Angekommen an meinem Platz lag schon eine dünne Decke und ein weißes Kissen für mich bereit. Ansonsten machte der Classic Pod-Sitz einen ziemlich heruntergewirtschafteten Eindruck. Bei Christin ihrem Sitz war die Steuerung nicht 100% funktionsfähig. So ließ sich z.B. die Fußstütze nicht nach oben fahren. Der Flugbegleiter konnte das Problem aber lösen, indem er die Sitzsteuerung einmal zurücksetzte.

An den verschiedenen Ecken des Air Canada Business Class Sitzes waren die Spuren der Abnutzung deutlich zu sehen. Der schlechte Eindruck setzte sich bei den wenigen Ablageflächen fort, welche auch noch stark verschmutzt waren. Hier war die Reinigung in München wohl nicht so professionell. Schade! Um an dieser Stelle auch noch etwas Positives zu schreiben, möchte ich auf die ausreichenden Einstellmöglichkeiten des Sitzes hinweisen. Zusammen mit der Massagefunktion sollte jeder Business Class Passagier eine für sich bequeme Position finden.

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Entertainment

Das Inflight Entertainment in der Air Canada Business Class entspricht leider nicht mehr dem aktuellen Standard. Der 12-Zoll große Touchscreen klappt aus der linken Sitzwand heraus und ist bei der Entfernung gerade noch ausreichend groß. Die Reaktionszeit des Bildschirmes bei der Eingabe war sehr behäbig. Das Film- und Serienangebot war aber recht umfangreich. Einige davon waren auch auf Deutsch verfügbar. Lediglich die Werbung vor den Filmen nervte. Die Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung lagen schon beim Boarding am Platz. Doch durch einen Wackelkontakt am Kopfhöreranschluss wurde der Ton leider von einem starken metallischen Klirren überlagert.

Air Canada Business Class im Airbus A330 – Service

Schon beim Boarding lag eine Flasche Wasser, die Noise-Canceling-Kopfhörer und das Air Canada Business Class Amenity Kit an meinem Platz. Als unser Handgepäck verstaut und wir alles Weitere sortiert hatten, wurden wir freundlich von der Purserette begrüßt. Dabei händigte Sie uns auch die Speisekarte aus und fragte nach dem ersten Getränkewunsch für direkt nach dem Start. Ein Glas Champagner oder ein anderes Getränk zur Begrüßung gab es leider nicht.

Air Canada Business Class - Speisekarte

Air Canada Business Class – Speisekarte

Air Canada Business Class Amenity Kit

Um die Wartezeit bis zum Start zu überbrücken, schaute ich mir den Inhalt meines Amenity Kits erst einmal genauer an. Jeder Business Class Passagier bekommt von Air Canada eine kleine Tasche aus grauem Stoff. In Kombination mit der in „Air Canada“-Rot gehaltenen Innenseite, macht die Tasche einen richtig guten Eindruck. Besonders der Magnetverschluss hat mir gefallen. Beim Inhalt orientiert man sich ehr am Standard. So beinhaltet das Amenity Kit von Air Canada eine Zahnbürste mit Zahnpasta, Lippenbalsam, Handcreme, Augenmaske, Ohrstöpsel und ein Mint-Bonbon.

Air Canada Business Class Amenity Kit

Air Canada Business Class Amenity Kit

Air Canada Business Class – Essen und Trinken

Nachdem wir in der Luft und die Anschnallzeichen erloschen waren, wurde der bestellte „Welcome Drink“ serviert. Ich hatte mich für einen 12 Jahre alten Johnnie Walker Black Label entschieden. Dazu gab es eine kleine Schale mit einer Nussmischung.

Welcome Drink: Johnnie Walker Black Label mit einer Nussmischung

Welcome Drink: Johnnie Walker Black Label mit einer Nussmischung

Noch vor dem Start wurde durch die Purserette das Wunschessen abgefragt. Hier hatte ich die Wahl zwischen dem kompletten Dreigangmenü nach dem Start, einer schnellen Leichten-Mahlzeit oder das komplette Essen zu einem mir gewünschten späteren Zeitpunkt. Da der heutige Flug gegen Mittag startete, entschied ich mich für die erste Option.

Vorspeise

Der Service begann ungefähr eine Stunde nach dem Start mit der Vorspeise. Eine Speiseauswahl gab es an dieser Stelle nicht, so bekam jeder Business Class Passagier den geräucherten Lachs an Fregola-Salat und Crème fraîche mit Limetten. Dazu wurde ein gemischter Blattsalat auf dem Tablet gereicht. Beides war ausgesprochen Lecker. Vor allem der mir bis dahin unbekannte Fregola-Salat war sehr gut.

Vorspeise: geräucherter Lachs, Fregola-Salat, Crème fraîche mit Limetten

Vorspeise: geräucherter Lachs, Fregola-Salat, Crème fraîche mit Limetten

Hauptspeise

Bei der Hauptspeise gab es die Wahl zwischen Rinderfilet, Hähnchen, Barramundi (Riesenbarsch) und vegetarische Pasta. Ich entschied mich für das gebratene Rinderfile an Senfsoße, Püree aus Süßkartoffeln, mit sautierten Kartoffeln und Zucchini. Das Stück Rinderfilet war etwas klein und leider weit über den Punkt hinaus gebraten. Schade, aber im Flugzeug ja auch alles nicht so einfach.

Hauptspeise: gebratenes Rinderfilet, Senfsauce, sautierte Kartoffeln und Zucchini, Püree aus Süßkartoffeln

Hauptspeise: gebratenes Rinderfilet, Senfsauce, sautierte Kartoffeln und Zucchini, Püree aus Süßkartoffeln

Dessert

Die angebotenen Käsevariationen, wie Emmentaler oder Almkäse, schlug ich dankend ab. Schließlich wollte ich noch etwas „Platz“ für die Eiscreme lassen. Die drei Kugeln Eis waren durch die Lagerung im Trockeneis noch sehr kalt und fest. Die Wartezeit auf das Antauen wurde aber durch den guten Geschmack wieder kompensiert.

Dessert: sahniges Vanilleeis mit belgischer Knusperschokolade und Pistazien

Dessert: sahniges Vanilleeis mit belgischer Knusperschokolade und Pistazien

Nach dem Essen schaute ich mir einen Film und mehrere Serien an. Für Knabbereien stand während des gesamten Restfluges ein Snackkorb unter anderem mit Twix, KitKat und Chips in der ersten Reihe. Auch wurde in regelmäßigen Abständen nach meinem Getränkewunsch gefragt.

Leichte Mahlzeit vor der Ankunft in Toronto

Etwa 90 Minuten vor der Ankunft in Toronto wurde noch eine leichte Mahlzeit serviert. Die kalte Platte mit Limone-Thymian-Hühnchen an Kirschtomaten-Salat und Rucola war ein leckerer Snack. Dazu gab es frische Orangespalten und zwei Schokoladenpralinen. Wie zu allen Mahlzeiten wurde auch hier, ein Korb mit warmen Backwaren gereicht.

Leichte Mahlzeit: kalte Platte mit Limone-Thymian-Hühnchen, Kirschtomaten-Salat und Rucola

Leichte Mahlzeit: kalte Platte mit Limone-Thymian-Hühnchen, Kirschtomaten-Salat und Rucola

Mehr Informationen zu Air Canada

Webseite:https://www.aircanada.com/
Facebook: https://www.facebook.com/aircanada/
Online Buchung:Expedia* oder Skyscanner*

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Bewertung der Air Canada Business Class im Airbus A330

Christian

Mein Name ist Christian und ich bin im grünen Herzen Deutschlands geboren und habe im thüringischen Ilmenau Ingenieurinformatik studiert. Seit 2012 wohne ich mit meiner Frau Christin in Halle (Saale). Am Reisen liebe ich das Fliegen, das Entdecken von gutem Essen und Trinken und das Übernachten in tollen Hotels. Ich bin reisebegeistert und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Über meine Erlebnisse von unterwegs berichte ich schon seit 2007.

1 Antwort

  1. 11. Juli 2017

    […] unserer Ankunft mit Air Canada aus München (Trip Report Air Canada Business Class im Airbus A330-300), absolvierten wir die Einreise in die USA und konnten nach der Zollkontrolle mit der rechten […]

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