Langer Weg nach Jakarta

Je weiter wir uns dem Flughafen Balis näherten, desto mehr nahm die Dichte der Polizeikontrollen zu. Uns begegneten auch einige schwer bewachte Konvois, bestehend aus 10 bis 15 Fahrzeugen. Aus den Nachrichten der letzten Tage hatten wir schon erfahren, dass in Bali zurzeit die „Asean Summit“ Konferenz stattfindet.

Rückgabe des Mietwagen

Um 20 Uhr mussten wir unseren Mietwagen am Flughafen zurückgeben. Die Übergabe führte der Verleiher recht fix und ohne große Kontrolle durch. Was sollten wir an der Karre auch noch weiter kaputt machen?

AirAsia Flug nach Jakarta

Noch schnell das Flugticket für unseren AirAsia Flug nach Jakarta (planmäßiger Abflug 22:30 Uhr) abgeholt und anschließend ging es Richtung Abflugbereich. Kurz vor der Sicherheitskontrolle verlangt der Flughafen noch eine Servicegebühr in Höhe von 40.000 Rupien (ca. 3,40 EUR). Warum und viel wichtiger wofür diese verwendet wird, konnte uns leider keiner sagen. Solche Gebühren kenne ich eigentlich nur inkludiert in den Flugpreis. An der Abflugtafel erwartete uns ein Vorgeschmack auf das, was uns heute noch bevorstehen würde. Es war mittlerweile schon 20:15 Uhr und es standen immer noch Flüge mit einer eigentlichen Abflugzeit zwischen 15 und 16 Uhr auf der Tafel. Dementsprechend war das Terminal auch mit Menschen gefüllt. Erst nach längerem Suchen konnten wir einen Sitzplatz für uns finden.

Zum Glück lief auf dem Fernseher das Halbfinale (SEA Games) im Fußball zwischen Indonesien und Vietnam. Das lenkte die Massen ein wenig von der langen Wartezeit ab und die Stimmung tobte wie in einem Stadium. Der Empfang für den Fernseher kam übrigens über eine lange spitze Schere, welche im Antennenanschluss steckte. Hier wird auf die Sicherheit großen Wert gelegt! Die indonesische Nationalmannschaft hat das Spiel mit 2:0 gewonnen.

Verspätung aufgrund des US Präsidenten

Nachdem der Siegesjubel verklungen war, wurden die Flüge immer noch nicht abgefertigt. Bis jetzt gab es weder von der Airline noch vom Flughafen irgendwelche Informationen. Passagiere, welche schon seit über sieben Stunden warteten, wurden langsam wütend und versuchten von den Angestellten am Gate endlich ihre Abflugzeit zu erfahren. Der Groll der Masse schaukelte sich langsam hoch bis zu dem Punkt, dass die Türen zum Vorfeld schon gewaltsam geöffnet wurden. Innerhalb weniger Minuten rückte dann auch Militär, Polizei und Sicherheitsdienst an und versuchte die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Um die Massen zu beruhigen, teilten einige Airlines an ihre Passagiere Lebensmittelpakete aus. Die Verteilung lief aber nach dem Prinzip: „Der Schwächere verliert“. Wie als würde man Wasser in der Wüste verteilen, stürzten sich Jung und Alt, Frauen und Männer auf die Palette mit den Essenskartons.

Zur unserer eigentlichen Abflugzeit kam endlich auch eine Durchsage des Flughafens, was der Grund für das Chaos war. Der zivile Luftverkehr wurde zeitweise komplett gestoppt um VIPs, u.a. den amerikanischen, chinesischen und koreanischen Präsident und deren Delegationen, aus zufliegen. Weil der doch recht kleine Flughafen Balis nur eine begrenzte Anzahl Flugzeuge abfertigen konnte, kam es zu den Verspätungen. Unser Flug wurde für 02:30 angekündigt und auch eingehalten. Gegen 1 Uhr wurde uns etwas zu Essen und zu Trinken angeboten. Es gab eine McDonalds Tüte mit Chickenburger und kalten Pommes und eine kleine Flasche Wasser.

Ankunft in Jakarta

Den internationalen Flughafen von Jakarta erreichten wir um 3 Uhr (Ortszeit). Mit einem Taxifahrer verhandelten wir einen Festpreis von 120.000 Rupien für die Fahrt zum Hotel. Als wir uns der Innenstadt von Jakarta näherten, merkten wir, dass der Fahrer keine Ahnung hatte, wohin er eigentlich fahren sollte. Er telefonierte öfters mit seiner Zentrale und fragte Leute auf der Straße ob die wüssten wo sich unser Hotel befände. Nach zirka einer Stunde Irrfahrt kamen wir am Rasuna Icon Residence an.

Taman Mini Indonesia Park

Nach drei Stunden Schlaf bekamen wir das Frühstück auf unser Zimmer geliefert.

Frühstück im Rasuna Icon Residence

Frühstück im Rasuna Icon Residence

Anschießend entspannten wir noch einige Stunden, bevor wir uns zum Taman Mini Indonesia Park (tamanmini.com/) aufmachten. Dieser Themenpark ist wie eine Art Expo, wo jedes Bundesland Indonesiens sich präsentiert. In der Mitte des Parks befindet sich ein See mit vielen kleinen Inseln, welche eine Miniaturfassung Indonesiens darstellte. Insgesamt ist die Idee des Parks sehr gut aber an der Umsetzung könnte unserer Meinung nach noch ein wenig gearbeitet werden.

Mit dem öffentlichen Linienbus fuhren wir innerhalb einer halben Stunde zurück zum Hotel. Der Linienbus ist das schnellste Verkehrsmittel in Jakarta. Auf den Straßen gibt es tagsüber nämlich nur einen Zustand: Stau. Aber die Stadt hat dafür sehr gut vorgesorgt und für die Busse extra eine Busspur eingerichtet. An Umsteigepunkten sind die Bushaltestellen über Brücken miteinander verbunden. Man sollte allerdings kein Problem mit Enge und anderen Leuten haben. Es ist nur einmal ein Fahrpreis von 3500 Rupien (0,40 EUR) zu zahlen und man kann so lange fahren und umsteigen, wie man möchte. Am Abend entspannten wir in der Lounge auf der Dachterrasse unseres Hotels.

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Dachlounge des Rasuna Icon Residence

Dachlounge des Rasuna Icon Residence

Da Jakarta nicht allzuviel an touristischen Highlights zu bieten hat, nutzen wir den letzten Tag um ein paar Erledigungen zu machen. Es war wieder Zeit für unsere Wäsche und ein Besuch beim Friseur musste auch mal wieder erledigt werden. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Airport Shuttle (Damir) von der Haltestelle Block M zurück zum Flughafen. Von dort sind wir am Abend mit AirAsia nach Kuala Lumpur geflogen.

  • Gesamtbewertung

Christian

Mein Name ist Christian und ich bin im grünen Herzen Deutschlands geboren und habe im thüringischen Ilmenau Ingenieurinformatik studiert. Seit 2012 wohne ich mit meiner Frau Christin in Halle (Saale). Am Reisen liebe ich das Fliegen, das Entdecken von gutem Essen und Trinken und das Übernachten in tollen Hotels. Ich bin reisebegeistert und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Über meine Erlebnisse von unterwegs berichte ich schon seit 2007.

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