Hanoi – Stadt zwischen Chaos und Erholung

Hanoi ist die quirlige, fast schon chaotisch anmutende Hauptstadt von Vietnam. Die Metropole bietet eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und ist ein unser Ausgangspunkt, um in die Kultur des südostasiatischen Landes abzutauchen.

Einreise Vietnam – Visa on Arrival

Kaum waren wir in Vietnam angekommen mussten wir uns erst mal unser Visum besorgen. Da wir bereits im Vorfeld alle Daten angegeben hatten, konnte alles recht schnell bearbeitet werden. Zur Bearbeitung sitzen fünf Vietnamesen in Militäruniform nebeneinander und arbeiten im Fließbandverfahren. Der Chef sitzt im edlen Anzug dahinter an seinem Echtholzschreibtisch und rührt keinen Finger. Visa on Arrival funktioniert also sehr gut, schon nach 20 Minuten hatten wir die 25 USD bezahlt und das Visum in den Pass geklebt bekommen. Wer Passfotos vergessen hat, kann sich für 2 USD von einem freundlichen Grenzer knipsen lassen (testet by Chris).

Am Einreiseschalter trafen wir dann einen Polen samt Freundin, die sich mit uns ein Taxi in das 35 km entfernte Stadtzentrum teilen wollten. Gesagt, getan und nach kurzem Verhandeln saßen wir für 400 000 Dong (ca. 13 €) im Wagen.

Kaum aus dem Flughafen raus geht das Hupkonzert auch schon los. Gehupt wird eigentlich zu allen Gelegenheiten – als Ankündigung zum Überholen, als Aufforderung zum Platzmachen oder einfach nur prophylaktisch. Somit reagiert natürlich keiner mehr auf das Hupen und fährt einfach, wie er gerade will. Nebenbei versuchte Mackek (der Pole) unserem Fahrer zu erklären, wo wir genau hinwollen. Dies sorgte jedoch nur dafür, dass unser Fahrer nur noch auf die Karte guckte und somit ein paar riskante Ausweichmanöver nötig wurden. Als wir dann auch noch erklärt bekommen haben, dass er sich nie anschnallt, weil es dann sicherer ist, verschwand unsere Hoffnung auf unversehrte Ankunft vollendend. Nach ca. 30 Minuten (bei diesem Verkehr eine beachtliche Leistung) erreichten wir jedoch wider Erwartens vollkommen unbeschadet und ohne jegliche Beule das “Old Quarter” von Hanoi und konnten uns somit auf Hotelsuche begeben.

Typische Häuser in Hanoi

Typische Häuser in Hanoi

Hotelsuche in Hanoi Old Quarter

Hier wartete das nächste Problem auf uns. Wir hatten aus der Hotelbuchung einen Namen und eine Straße bekommen, die auf unseren Karten (Google Maps) allerdings nicht auftauchten. So bahnten wir uns unseren Weg durch die Gassen Hanois, immer auf der Hut vor herannahenden Autos und Mopeds – jedoch ohne auch nur ein Anzeichen unseres Hotels oder wenigstens der Straße zu finden. Nach ca. 20 Minuten sinnlosen im Kreis laufen, war die Motivation am Boden. Als wir gerade umplanen wollten, machten wir noch einen letzten Versuch in einer noch unbekannten Gasse und … hatten Glück. Chris entdeckte das Straßenschild und so war auch das Hotel dann schnell gefunden.

Die Gasse zum Hotel

Die Gasse zum Hotel

Hanoi-Gecko-Hotel

Das Hanoi-Gecko-Hotel (der Name unter dem unser Hotel “Sans Souci II” hier geführt wird) ist ein 7 stockiges Gebäude mit ca. 20 Zimmern. Die Einrichtung ist zweckmäßig aber sauber. Die Zimmer verfügen über eine Minibar, einen Safe und eine Badewanne, die sich als Dusche verwenden lässt. Der Safe ist allerdings nicht mehr als ein metallverstärkter Schuhkarton, den man auch locker mitnehmen kann. Deshalb haben wir uns entschlossen den Safe mit einem Föhn drinnen abzuschließen (um den Einbrecher vorzugaukeln das etwas drinnen ist) und unsere Wertsachen hinter dem Kühlschrank zu verstecken – hoffentlich hilft es.

Sucht ihr noch nach einem passenden Hotel in Hanoi?

Ein für euer Budget passendes Hotel findet ihr über die verschiedenen Onlinereisebüros wie z.B. Agoda, Booking.comebookers.deExpediaHotels.comlastminute.de, opodo, otel.com oder Venere.com.

Jadebergtempel am Hoan Kiem See

Nach einer entspannenden Dusche und ein paar Minuten Erholung vom Hupkonzert waren wir auch wieder so weit motiviert unsere Stadterkundung fortzusetzen. Als Erstes besuchten wir den Jadebergtempel am Hoan Kiem See.

Bogenbrücke zum Jadebergtempel

Bogenbrücke zum Jadebergtempel

Hier fallen, neben den vielen Räucherstäbchen, hauptsächlich die eigenwilligen Tempelgaben auf. So darf man nicht verwundert sein, wenn man neben alten Skulpturen und Texten auch Butterkekse, Wasserflaschen oder auch eine Flasche Wodka findet.

Hoan Kiem See

Danach ging es weiter um den Hoan Kiem See herum. Dies ist einer der wenigen stillen (das ist relativ zu sehen – das Hupkonzert ist überall) und erholsamen Orte der Hanoier Innenstadt. Der Ort wurde deshalb auch von vietnamesischen Brautpaaren überrannt. Uns war es so gut wie unmöglich an der Uferpromenade entlangzulaufen, ohne auf einem Hochzeitsfoto zu landen.

Schildkrötenturm

Schildkrötenturm

St. Joseph Kathedrale

Nach einer kleinen Stärkung beim Mexikaner (auch wenn einige lokale Garküchen recht lecker aussehen, haben wir uns heute noch nicht ran getraut) haben wir uns dann wieder ins Verkehrschaos gestürzt.

Straßenhändler

Straßenhändler

1A Stromnetz

1A Stromnetz

Dabei fällt einem immer wieder der Kontrast zwischen den hektischen teils schmutzigen Straßenläden und den stillen, sehr gepflegten Tempelanlagen auf. Eines der größten religiösen Gebäude ist die katholische St. Joseph Kathedrale.

St. Joseph Kathedrale

St. Joseph Kathedrale

In der St. Joseph Kathedrale

In der St. Joseph Kathedrale

Da wir nun doch noch sehr vom Flug mitgenommen waren, ließen wir den Abend bei Bierchen und Chips aus dem 7-eleven Laden um die Ecke ausklingen und beschäftigen uns noch mit den Tücken des Blog-Schreibens.

Einkauf

Einkauf

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