Turkish Airlines est l'une des rares compagnies aériennes au monde à disposer de son propre chef à bord en classe affaires. Une ambition qui attise la curiosité et suscite de grandes attentes. Lors du vol retour de Singapour à Istanbul, nous avons eu l'occasion de découvrir de près la classe affaires de l'Airbus A350 pendant onze heures. Nous avons voulu examiner en détail et en toute tranquillité les sièges, le service de restauration, la sélection de boissons et les divertissements proposés lors de ce long vol de jour. Découvrez dans notre compte-rendu détaillé ce que Turkish Airlines offre réellement en classe affaires, ses points forts et les domaines où elle peut encore s’améliorer.
Comment avons-nous réservé notre vol ?
Wir haben unseren Flug direkt über die Website von Turkish Airlines gebucht, was sich in diesem Fall als besonders unkompliziert erwiesen hat. Während wir für den Hinflug von Berlin über Istanbul nach Singapur noch die Economy Class (notre avis) gewählt hatten, fiel uns die Entscheidung für den Rückflug etwas schwerer.


Der Aufpreis für die Turkish Airlines Business Class lag für uns drei beim Rückflug von Singapur nach Berlin überraschend gering bei wenigen hundert Euro. Wir überlegten hin und her, doch am Ende war uns klar: Das lohnt sich. Gerade auf der langen Strecke wollten wir uns den zusätzlichen Komfort gönnen, auch wenn es sich um einen Tagflug handelte. Ausschlaggebend waren neben dem deutlich entspannteren Reisen vor allem die zusätzlichen Vielfliegermeilen, die wir mit dem Upgrade sammeln konnten.
Wie ist die Kabine und der Sitz in der Turkish Airlines Business Class im A350?
Der Airbus A350 von Turkish Airlines verfügt in der Business Class über 32 Sitze, die sich auf acht Reihen in einer 1-2-1-Konfiguration verteilen. Der entscheidende Vorteil dieser Anordnung ist, dass jeder Passagier direkten Zugang zum Gang hat und niemand den Sitznachbarn überklettern muss. Die Kabine liegt zwischen der ersten und zweiten Tür und ist damit klar von der Economy-Kabine getrennt – ein Detail, das auf langen Flügen durchaus von Vorteil ist.

Die Sitzanordnung war durchdacht: An den Fenstern wechselten sich Sitze ab, die entweder näher am Fenster oder näher am Gang positioniert waren. Besonders die Plätze in den geraden Reihen boten durch ihre Ausrichtung zum Fenster ein deutliches Plus an Privatsphäre. In der Mitte gab es je nach Reihe entweder eng beieinanderliegende Sitze – ideal für gemeinsam Reisende – oder weiter voneinander entfernte Plätze. Bei den nebeneinanderliegenden Sitzen ließ sich bei Bedarf eine Trennwand hochziehen. Auf unserem Flug war die Kabine vollständig besetzt, was die hohe Nachfrage nach der Business Class von Turkish Airlines auf dieser Strecke unterstreicht.




Die Sitze stammen vom Hersteller STELIA Aerospace und fallen durch ihre sehr hohen Seitenwände auf. Diese tragen spürbar zur Privatsphäre bei. Farblich dominiert Anthrazit: Sitz, Verkleidung und Kabine sind in abgestimmten Grautönen gehalten, was insgesamt einen modernen und aufgeräumten Eindruck vermittelt. Als Kontrast dazu ist der Sichtschutz in hellem Alcantara bezogen, geschwungene Nähte in Gelbgold setzen dezente Akzente. Der Sitzbezug selbst ist ein Mix aus dunkelgrauem Stoff und Leder, der hochwertig aussieht.

Besonders gut gefiel mir am Sitz das aufgeräumte Erscheinungsbild. Zwar gibt es kein ausgedehntes Ablagensystem, das Vorhandene ist jedoch durchdacht: Eine große Ablagefläche sowie ein kleines Staufach mit Schiebetür, das sich auch zuschließen lässt, nehmen den wesentlichen Stauraum ein. Darin befanden sich der universelle Stromanschluss, ein USB-Anschluss sowie beim Boarding die Kopfhörer und das Amenity-Kit. Ergänzt wird dies durch ein Zeitschriftenfach im Fußraum, einen kleinen, ausziehbaren Schminkspiegel mit verstellbarem Winkel und einen Haken für die Kopfhörer. Sowohl das Staufach von innen als auch die Ablagefläche davor lassen sich separat beleuchten, was ich als schönes Detail empfand.


In den Alcantara-Sichtschutz ist außerdem eine individuelle Leseleuchte mit drei separat ansteuerbaren LEDs eingelassen. Damit lässt sich je nach Sitzposition eine angenehme Ausleuchtung einstellen, ohne die Umgebung zu stören.

Die Sitzsteuerung erfolgt über berührungsempfindliche Tasten an der Innenkante der Ablagefläche. Der Sitz lässt sich in mehrere vordefinierte Positionen bringen, darunter eine vollständig flache Liegeposition, oder auch stufenlos verstellen. Direkt darunter befindet sich die Fernbedienung des Entertainmentsystems mit kleinem Touchscreen, der auch als zusätzliche Anzeige für die Flugroute oder die Filmauswahl genutzt werden kann.

Der Tisch klappt unter dem großen Monitor hervor, lässt sich ausziehen und aufklappen und bietet ausgeklappt ausreichend Platz zum Essen und Arbeiten. Ein kleiner Wermutstropfen: Wenn der Tisch ausgeklappt ist, kommt man kaum vom Sitz hoch. Das erfordert etwas Planung beim Aufstehen.

Das Amenity Kit stammte von Lanvin Parfums, einer Marke, die mir bis dahin unbekannt war. Es befand sich in einer größeren hellbraunen Kunstledertasche. Der Inhalt war ordentlich bestückt: flauschige Socken, eine gut gefütterte Schlafmaske, eine Zahnbürste, Handcreme, Lippenbalsam, Ohrstöpsel und ein Haargummi. Beim Boarding lagen zudem eine Decke und gut gepolsterte Pantoffeln bereit, die selbst in Größe 46 noch bequem saßen.


Nach dem Essen ließ ich mir das Bett herrichten. Dazu gab es eine Matratzenauflage, ein Kissen mit Bezug und eine Decke. Das war eine angenehme Möglichkeit, um kurz abzuschalten – auch bei einem Tagflug. Ob man auf dem A350 von Turkish Airlines wirklich tief schläft, ist eine andere Frage: Der Fußraum ist eng und die Liegeposition fühlt sich für größere Passagiere schnell eingeschränkt an.


Auffällig war zudem, dass die etwa fünf Jahre alte Maschine bereits sichtbare Abnutzungsspuren aufwies. So ließ sich mein Tisch beispielsweise nur sehr schwer herausziehen und hakte deutlich. Für ein Premiumprodukt wie die Business Class ist das ein Punkt, den Turkish Airlines im Auge behalten sollte.
Was gibt es in der Turkish Airlines Business Class zu essen & trinken?
Schon beim Boarding wurde deutlich, dass Turkish Airlines das Thema Essen ernst nimmt. Ein eigens gekleideter Koch begrüßte die Passagiere in der Kabine und verteilte das Menü persönlich. Dieses fiel beeindruckend aus und war aufgeteilt in eine mehrseitige Speisekarte sowie eine separate Wein- und Champagnerkarte. Schon dieser erste Moment setzte einen anderen Ton als bei vielen anderen Airlines.


Das Willkommensgetränk bei Turkish Airlines ist alkoholfrei – eine bewusste Entscheidung der Airline. Zur Auswahl standen eine hausgemachte Himbeer-Erdbeer-Limonade, eine Minzvariante und klassischer Orangensaft. Kurz nach dem Start wurde der erste Getränkewunsch aufgenommen und ein heißes Tuch gereicht.

Während des Flugs werden zwei Mahlzeiten serviert. Eine Hauptmahlzeit sowie auf Wunsch eine kleine Mahlzeit vor der Landung. In der Business Class von Turkish Airlines kann man jederzeit essen. Allerdings hat mich niemand aktiv gefragt, ob ich zur von den Flugbegleitern vorgeschlagenen Zeit essen möchte.
Rund 40 Minuten nach dem Start begann der eigentliche Service. Ich entschied mich für ein Glas Champagner, Taittinger Brut Réserve, und dazu ein Mineralwasser. Anschließend gab es eine warme Nussmischung, bevor der Brotservice folgte: ein frisches Sauerteigbröt mit streichzarter Butter und ein Olivenöl mit Kräutern. Als Gruß aus der Küche wurden marinierte Garnelen, ein Stück Schweinelende und eine frittierte Teigtasche, ähnlich einer Frühlingsrolle, serviert. Auf dem Tablett stand ein elektrisches Teelicht im Kerzenhalter – ein kleines, aber wirkungsvolles Detail, das dem Ganzen etwas von einem Candlelight-Dinner über den Wolken verlieh.


Die Vorspeisen wurden vom Trolley serviert und die Auswahl war bemerkenswert. Zur Wahl standen unter anderem marinierter Meeresfrüchtesalat, geräucherter Lachs, Hummus, Auberginensalat, Guacamole mit gegrillter Garnele, Waldorfsalat, Chicken-Satay-Spieße sowie Caesar-Salat, ergänzt durch eine Erbsen-Minz-Suppe mit Kräutercroutons. Ich entschied mich für eine Auswahl: geräucherten Lachs, Guacamole mit Garnele, Chicken Satay und César Salat. Die Guacamole war auffallend frisch und der Satay-Spieß wurde direkt am Platz mit Erdnusssauce übergossen – es fehlten nur noch ein paar frische Zwiebeln. Da ich in Singapur selbst keinen ordentlichen Satay bekommen hatte, war das eine willkommene Wiedergutmachung. Die Trolley-Lösung für Vorspeisen ist für die Business Class wirklich erstklassig.


Für den Hauptgang nahm der Koch die Bestellung persönlich auf. Zur Wahl standen Rinderfilet mit Kartoffelgratin, Pilzsauce und Gemüse, Garnelen in Süß-Sauer-Sauce mit Reis oder ein veganes Nudelgericht mit Tofu und Pak Choi. Ich entschied mich für das Rinderfilet, das direkt aus der Galley auf dem Teller serviert wurde – noch leicht medium gegart und angenehm zart. Auch die Nachspeisen wurden wieder vom Trolley serviert: türkische Süßspeisen, eine Schokoladen-Kaffee-Ganache, Apfel-Walnuss-Tarte, Vanilleeis, eine Käseauswahl und frischer Obstsalat. Ich kombinierte Vanilleeis, Obstsalat und türkische Spezialitäten und genoss dazu einen portugiesischen Portwein und Kaffee.




Während des Fluges konnten auf Wunsch Snacks geordert oder selbst aus der Galley geholt werden. Zur Auswahl standen Chips, Popcorn, Schokolade, Kekse und frisches Obst. Hier machte sich allerdings eine gewisse Knappheit bemerkbar. So war das Popcorn offenbar nur in sehr begrenzter Menge an Bord und wurde auf kleine Behälter aufgeteilt – für eine Langstrecken-Businessclass ein kleiner Schwachpunkt.

Kurz vor der Landung gab es noch eine weitere Mahlzeit, die überraschend umfangreich ausfiel. Auf einem Tablett wurden frischer Obstsalat, Joghurt, Hähnchenbrust, eine Käseauswahl, Honig und Butter sowie frisch gebackenes Brot, ein Croissant und Gebäck serviert. Als Hauptgang konnte ich zwischen einem Mozzarella-Tomaten-Omelett mit Champignons, Brokkoli und Kirschtomaten und Pancakes mit karamellisierten Bananen und Vanillesauce wählen. Ich entschied mich für die Pancakes – und das war eine gute Entscheidung.


Die Getränkekarte der Business Class von Turkish Airlines gehört zu den ausführlichsten, die ich auf einem Langstreckenflug gesehen habe. Das Angebot an alkoholfreien Optionen reichte von hausgemachten Limonaden und frisch gepressten Säften über eine umfangreiche Mocktail-Auswahl bis hin zu selbst zusammengestellten Detox-Säften und einer breiten Wellness-Tee-Kollektion. Auch Kaffee-Liebhaber kamen auf ihre Kosten: Türkischer Kaffee, Espresso, Flat White, Iced Latte – die Liste war lang und auf Wunsch gab es auch Hafermilch.

Bei den Weinen zeigte Turkish Airlines ihre nationale Seite: Drei der insgesamt neun Weine stammten aus der Türkei und wurden durch Vertreter aus Frankreich, Argentinien und Spanien ergänzt. Der Champagner war ein Taittinger Brut Réserve ohne Jahrgangsangabe – eine solide Wahl für die Business Class. Neben Wein und Champagner gab es Whisky-Klassiker wie Glenfiddich 15 Jahre und Johnnie Walker Black sowie Wodka, Gin und die türkische Biermarke Efes und Heineken.
Wie ist die Bordunterhaltung in der Turkish Airlines Business Class im A350?
Der 18 Zoll große Bildschirm am Sitz überzeugte mit einer sehr guten Auflösung. Filme und Serien sahen darauf wirklich scharf aus und die Größe war für einen Langstreckenflug absolut angemessen. Das Unterhaltungsangebot war beachtlich: Es gab eine große Auswahl an Filmen, TV-Serien und Musik, wobei viele Inhalte auch in deutscher Sprache verfügbar waren – für deutschsprachige Reisende ein angenehmer Bonus. Wer lieber aktuelle Nachrichten verfolgt, konnte aus einer Auswahl an Live-TV-Kanälen wählen, darunter mehrere internationale Nachrichtensender.

Die am Platz verfügbaren Kopfhörer stammen vom japanischen Hersteller Denon und sind mit einer aktiven Geräuschunterdrückung ausgestattet. Sie erledigten ihre Aufgabe ordentlich: Kabinengeräusche wurden gut ausgeglichen und der Tragekomfort war in Ordnung, wenn auch nicht besonders hervorstechend.

Ein Feature, das ich persönlich sehr schätzte, waren die hochauflösenden Außenkameras. Über das Entertainmentsystem ließ sich die Ansicht nach vorne oder senkrecht nach unten wählen. Das war ideal, um den Flugverlauf visuell mitzuverfolgen oder die Landschaft unter sich zu beobachten. Schade war, dass die Heckkamera auf unserem Flug leider defekt war. Auf dem kleinen Touchscreen der Fernbedienung hatte ich derweil durchgehend die Flugroute im Blick, ohne dafür den großen Bildschirm belegen zu müssen – sehr praktisch.

Die A350 von Turkish Airlines ist mit WLAN ausgestattet und Business-Class-Passagiere erhalten kostenfreien Zugang. Die Einwahl erfolgt unkompliziert über die Sitznummer und den Nachnamen. Das Datenvolumen ist allerdings auf 1 GB begrenzt. Danach steht die Verbindung nur noch für Nachrichten zur Verfügung. Für gelegentliches Surfen, E-Mails und Messaging reichte dies auf dem Tagflug gut aus. Wer aber plant, über Stunden zu streamen oder intensiv zu arbeiten, sollte die Inhalte lieber vorher herunterladen.
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Bewertung der Turkish Airlines Business Class im A350
Bewertung der Turkish Airlines Business Class im A350- service4/5
- cabine4/5
- divertissement5/5
- propreté4/5
- Manger5/5
- boissons5/5
- rapport qualité-prix4.5/5
