Singapur fasziniert uns schon seit vielen Jahren. Wir waren bereits mehrfach in der modernen Metropole unterwegs und mochten schon immer die Mischung aus futuristischer Skyline, tropischem Grün und den vielen verschiedenen Kulturen. Diesmal war die Reise aber trotzdem etwas Besonderes: Zum ersten Mal erkundeten wir Singapur gemeinsam mit unserem Sohn.
- Gardens by the Bay – futuristische Gärten mitten in Singapur
- Marina Bay und der Merlion – das moderne Wahrzeichen Singapurs
- Little India – bunt, laut und voller Leben
- Masjid Sultan – die goldene Moschee von Kampong Glam
- Marine Cove – entspannter Familienausflug am Meer
- Die berühmten Peranakan Houses
- National Museum of Singapore – überraschend spannend, auch mit Kind
- Old Hill Street Police Station – eines der fotogensten Gebäude der Stadt
- Sky Garden im CapitaSpring – kostenloser Aussichtspunkt über Singapur
- Singapore Botanic Gardens – grüne Oase mitten in der Millionenstadt
Schon nach kurzer Zeit merkten wir, wie unkompliziert sich die Stadt auch mit Kind erkunden lässt. Egal, ob wir den Bus oder die MRT nahmen, wir kamen überall entspannt hin. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren teilweise im 5-Minuten-Takt, sind sauber, klimatisiert und erstaunlich günstig. Die Bezahlung ist ganz einfach: Beim Ein- und Aussteigen hält man die gleiche Kreditkarte an das Terminal und der Fahrpreis wird automatisch berechnet. Wichtig ist, dass man wirklich „dieselbe Karte“ verwendet – also nicht mit dem Handy einsteigen und mit der physischen Kreditkarte wieder aussteigen. Trotz vieler Fahrten quer durch die Stadt zahlten wir meist nur rund 4 Euro pro Tag.

Singapur fühlte sich dabei nie stressig an. Zwischen riesigen Hochhäusern, luxuriösen Einkaufszentren und modernen Sehenswürdigkeiten findet man immer wieder Parks, Spielplätze und grüne Rückzugsorte. Genau diese Mischung machte die Stadt für uns als Reiseziel für die ganze Familie so besonders.
Gardens by the Bay – futuristische Gärten mitten in Singapur
Zu den absoluten Höhepunkten unserer Singapur-Reise zählten die berühmten „Gardens by the Bay“. Die riesige Parkanlage liegt direkt an der Marina Bay und bietet einen tollen Blick auf die Skyline sowie das ikonische Marina Bay Sands Hotel.


Die Gardens by the Bay erstrecken sich über mehr als 100 Hektar und verbinden auf beeindruckende Weise Natur, Architektur und Nachhaltigkeit. Es gibt überall kleine Wege, Themengärten und ruhige Ecken zu entdecken. Besonders spannend fanden wir die verschiedenen Bereiche mit chinesischen, indischen und mediterranen Pflanzenlandschaften sowie mit Kakteen und Wüstenpflanzen.




Das eigentliche Wahrzeichen des Parks sind jedoch die riesigen Supertrees. Die bis zu 50 Meter hohen Konstruktionen wirken wie künstliche Bäume aus einem Science-Fiction-Film. Gleichzeitig erfüllen sie praktische Funktionen, beispielsweise die Energiegewinnung über Solarzellen oder die Belüftung der Gewächshäuser. Das Highlight für unseren Sohn war der OCBC Skyway. Der schwebende Steg verbindet mehrere Supertrees miteinander und bietet eine fantastische Aussicht auf die Skyline von Singapur. Für Menschen mit Höhenangst ist das allerdings eher nichts.



Besonders schön wird es am Abend. Dann beginnt die kostenlose Licht- und Musikshow „Garden Rhapsody“. Die Supertrees leuchten in wechselnden Farben zur Musik und schaffen eine wirklich besondere Atmosphäre. Die Uhrzeiten der Licht- und Musikshow findet ihr auf der site officiel.

Marina Bay und der Merlion – das moderne Wahrzeichen Singapurs
Die Marina Bay ist wohl der bekannteste Ort in Singapur. Die künstlich angelegte Bucht entstand durch massive Landgewinnung und bildet heute das moderne Zentrum der Stadt. Hier befindet sich auch die berühmte Merlion-Statue, ein Fabelwesen mit Löwenkopf und Fischkörper, das Wasser in die Marina Bay speit. Der Löwe steht für den Stadtnamen „Singapura“, während der Fisch an die Vergangenheit als Fischerdorf erinnert. Natürlich ist der Merlion einer der beliebtesten Fotospots der Stadt.

Rund um die Marina Bay erhebt sich eine beeindruckende Skyline. Besonders prägend ist das Marina Bay Sands mit seiner riesigen Dachterrasse. Vor allem am Abend spiegeln sich die beleuchteten Hochhäuser im Wasser, wodurch die gesamte Gegend fast surreal modern wirkt.

Direkt vor dem Marina Bay Sands findet außerdem täglich eine kostenlose Licht- und Wassershow statt. Dabei werden Wasserfontänen, Laserprojektionen, Musik und Lichteffekte kombiniert und das Wasser dient quasi als riesige Leinwand. Die Show dauert zwar nur etwa 10 bis 15 Minuten, ist aber trotzdem sehr beeindruckend. Die Uhrzeiten der Licht- und Musikshow findet ihr auf der site officiel.




Little India – bunt, laut und voller Leben
Little India war für uns eines der spannendsten Viertel Singapurs. Nach den modernen Hochhäusern fühlte sich dieser Stadtteil wie eine komplett andere Welt an. Überall leuchteten bunte Fassaden, es roch nach Gewürzen und Räucherstäbchen, und aus vielen Geschäften drang Musik auf die Straße. Gerade abends herrschte hier eine ganz besondere Stimmung. An vielen Marktständen wurden exotische Früchte, Gemüse und Gewürze verkauft. Hinzu kamen Schmuckgeschäfte mit auffälligem Goldschmuck, kleine Handy- und Elektronikläden sowie überall Angebote für Henna-Tattoos. Wir hatten zusätzlich das Glück, während des Lichterfests Diwali in Singapur zu sein. Dadurch waren die Straßen aufwendig dekoriert und überall hingen Lichterketten und bunte Bögen über den Straßen. Besonders nach Sonnenuntergang sah das Viertel wunderschön aus.


Ein echtes Highlight war der Sri Veeramakaliamman-Tempel. Der farbenfrohe Hindu-Tempel zählt zu den ältesten Singapurs und beeindruckt vor allem durch seine detailreichen Figuren und Türme.

Masjid Sultan – die goldene Moschee von Kampong Glam
Mitten im historischen Viertel Kampong Glam entlang der bekannten Haji Lane befindet sich die beeindruckende Masjid Sultan. Schon von weitem ist die große goldene Kuppel der Moschee zu erkennen, die besonders im Sonnenlicht wunderschön aussieht. Die 1824 erbaute Moschee besitzt bis heute große religiöse und historische Bedeutung für die muslimische Gemeinschaft Singapurs. In der Umgebung der Moschee befinden sich zahlreiche kleine Cafés, Restaurants und Boutiquen. Insgesamt wirkt Kampong Glam deutlich entspannter als die großen Einkaufsviertel der Stadt.




Marine Cove – entspannter Familienausflug am Meer
Marine Cove im East Coast Park war die perfekte Abwechslung zum klassischen Sightseeing. Der große, modern gestaltete Spielplatz direkt am Meer bot jede Menge Platz zum Klettern, Toben und Spielen. Besonders schön fanden wir die entspannte Atmosphäre. Hier trafen sich hauptsächlich Einheimische zum Joggen, Radfahren oder Picknicken. Dadurch bekamen wir auch einen kleinen Einblick in den Alltag der Menschen in Singapur. Direkt am Marine Cove gibt es mehrere Restaurants und Cafés, und durch die Lage am Wasser wehte immer eine leichte Brise. Gerade mit Kindern ist das ein wirklich angenehmer Ort.




Die berühmten Peranakan Houses
Die bunten Peranakan-Häuser gehören inzwischen zu den beliebtesten Fotomotiven in Singapur. Sie befinden sich im Stadtteil Katong bzw. Joo Chiat und liegen etwas abseits der klassischen Touristenrouten.

Die schmalen, zweistöckigen Häuser fallen durch ihre pastellfarbenen Fassaden, kunstvollen Fliesen und detailreichen Verzierungen sofort ins Auge. Fast jedes Haus sieht anders aus, und je genauer man hinschaut, desto mehr kleine Details entdeckt man. Historisch wurden die Häuser von den sogenannten Peranakan erbaut, die chinesische Einwanderer waren und malaiische Frauen heirateten. So entstand über viele Generationen hinweg eine eigene Kultur mit chinesischen, malaiischen und europäischen Einflüssen. Heute sind viele Häuser noch bewohnt, andere beherbergen kleine Cafés oder Geschäfte. Die Koon Seng Road eignet sich besonders morgens oder am späten Nachmittag perfekt für Fotos.
National Museum of Singapore – überraschend spannend, auch mit Kind
Das National Museum of Singapore war viel interessanter als erwartet. Es ist das älteste Museum des Landes und präsentiert die Entwicklung Singapurs auf hervorragende Weise. Hinzu kommt die gelungene Mischung aus historischem Gebäude und moderner Innenarchitektur.

Die Ausstellung führt von der Zeit vor der Kolonialisierung über die britische Herrschaft und den Zweiten Weltkrieg bis zur Unabhängigkeit von Malaysia. Gerade die moderne und multimediale Aufbereitung machte die Geschichte sehr greifbar. Auch unser Sohn hatte Spaß, denn es gab immer wieder kleine Mitmach-Stationen und interaktive Bereiche. Geschichte fühlte sich hier nicht trocken oder langweilig an.

Besonders spannend fanden wir außerdem die neueren Themen wie Landgewinnung, Nachhaltigkeit, Einwanderung und Zukunftsentwicklung. Während des Rundgangs beantwortet man immer wieder Fragen und erhält am Ende eine Auswertung, die angibt, welcher „Personen-Typ“ man ist.
Old Hill Street Police Station – eines der fotogensten Gebäude der Stadt
Die Old Hill Street Police Station zählt definitiv zu den auffälligsten Gebäuden Singapurs. Besonders bekannt ist ihre Fassade mit den insgesamt 927 bunten Fensterläden. Das Gebäude stammt aus der britischen Kolonialzeit und wurde 1934 erbaut. Früher diente es als Polizeistation und Unterkunft für Beamte, heute sind dort verschiedene Ministerien untergebracht. Zwar ist die Old Hill Street Police Station eher ein kurzer Fotostopp als eine große Sehenswürdigkeit, doch ihre bunten Fensterreihen machen sie zu einem beliebten Motiv für Instagram und Reiseblogs.

Sky Garden im CapitaSpring – kostenloser Aussichtspunkt über Singapur
Der Sky Garden im modernen CapitaSpring-Hochhaus war für uns ein echter Geheimtipp. Während viele Besucher teure Aussichtsplattformen besuchen, kann man hier kostenlos eine fantastische Aussicht über Singapur genießen. Der Garten befindet sich auf der 51. Etage des 2021 fertiggestellten Hochhauses und verbindet Pflanzenlandschaften mit spektakulären Ausblicken auf die Marina Bay und die Skyline. Besonders bei klarem Wetter oder kurz vor Sonnenuntergang ist die Aussicht beeindruckend. Die Atmosphäre vor Ort war deutlich ruhiger als an den bekannten Aussichtspunkten der Stadt. Dank kleiner Wege, Sitzmöglichkeiten und vieler Pflanzen fühlt sich der Sky Garden eher wie ein grüner Rückzugsort mitten im Finanzdistrikt an.






Wichtig zu wissen: Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist eine Online-Reservierung erforderlich. Die Zeitslots werden jeweils 14 Tage im Voraus täglich ab 8:30 Uhr Ortszeit Singapur freigeschaltet. Gerade die Abendtermine sind oft schnell ausgebucht. Folgende Zeitfenster stehen zur Verfügung:
- 08:30–10:30 Uhr
- 14:30–17:30 Uhr
- 18:00–22:00 Uhr
Der letzte Einlass erfolgt morgens um 10:00 Uhr, nachmittags um 17:00 Uhr und abends um 21:30 Uhr. Kinder unter 6 Jahren benötigen keine eigene Reservierung, müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden. Mit unserer Reservierung konnten wir vor Ort einfach einchecken und ohne langes Warten nach oben fahren. Gerade im Vergleich zu den bekannten, kostenpflichtigen Observation Decks wirkte hier alles deutlich entspannter.
Singapore Botanic Gardens – grüne Oase mitten in der Millionenstadt
Die Singapore Botanic Gardens gehören zu den bekanntesten und schönsten Parks der Stadt. Mitten zwischen Hochhäusern und dicht bebauten Straßen entstand hier eine riesige grüne Oase, die sich perfekt für eine entspannte Pause vom Sightseeing eignet. Besonders bemerkenswert ist, dass die Anlage zum UNESCO-Welterbe gehört und einer der wenigen tropischen Gärten weltweit mit dieser Auszeichnung ist. Trotz der etwas außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums gelegenen Adresse sind die Botanic Gardens problemlos erreichbar und ideal für ein paar ruhigere Stunden in Singapur.

Die weitläufige Parkanlage bietet unzählige Wege, Grünflächen, kleine Seen und verschiedene Themenbereiche. Gerade mit Kind fanden wir den Park sehr angenehm, weil man hier einfach ohne festen Plan herumlaufen kann. Überall gibt es etwas zu entdecken, und gleichzeitig bietet der Park genug Platz zum Spielen oder kurzen Verschnaufen. Die Atmosphäre war überraschend entspannt und deutlich weniger touristisch als an vielen anderen Sehenswürdigkeiten in Singapur. Wir trafen viele Einheimische, die joggten, picknickten oder sich einfach im Grünen entspannten.


Besonders schön fanden wir die tropischen Pflanzenlandschaften mit großen Palmen und gepflegten Rasenflächen sowie die kleinen Seen, in denen Schwäne und Schildkröten unterwegs waren. Durch die vielen schattigen Bereiche ließ sich die Hitze hier deutlich besser aushalten als in der Innenstadt zwischen den Hochhäusern. Die bekannteste Attraktion innerhalb der Anlage ist der kostenpflichtige National Orchid Garden mit seinen unzähligen Orchideenarten. Wir haben diesen Bereich allerdings bewusst ausgelassen, da wir lieber entspannt durch die frei zugänglichen Bereiche spazieren wollten. Das war für uns völlig ausreichend und ehrlich gesagt sogar angenehmer.


Fotomotive findet man im gesamten Park genug: tropische Pflanzen, kleine Brücken, ruhige Seen und immer wieder schöne Blickachsen mitten ins Grün. Praktisch fanden wir außerdem, dass der Hauptgarten kostenlos zugänglich ist. Nur einzelne Bereiche wie der Orchideengarten kosten extra. Dadurch eignet sich der Botanische Garten perfekt für ein flexibles Programm ohne Zeitdruck.
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Unser Fazit zu Singapur mit Kind
Unser Fazit zu Singapur mit Kind- Gesamteindruck4.5/5

