Merlion, Raffels Hotel und Sin Swee Kee

Formel 1 Strecke „Marina Bay Street Circuit“

Unser Tag begann mit einem Besuch der Formel 1 Strecke „Marina Bay Street Circuit“. Hier kann man einfach an der Boxengasse entlang laufen und den Start-Ziel-Bereich anschauen. Ein Großteil der Strecke verläuft auf öffentlichen Straßen, doch dieser Teil liegt direkt an der Bucht und ist dauerhaft zugänglich, außer natürlich bei Veranstaltungen wie dem Grand Prix von Singapur.

Singapore Flyer

Direkt an der Rennstrecke steht außerdem der Singapore Flyer. Das 165 m hohe Riesenrad ist das zweit höchste der Welt. Mit 33 SGD (ca. 22 EUR) finden wir es auch nicht ganz günstig, für nur eine Runde Riesenrad fahren. Da wir eh eine Führung im Marina Bay Sands Hotel hatten, war für uns auch nicht die Zeit mitzufahren. Einen Bericht über das Marina Bay Sands findet ihr hier.

Basler & Hofmann Singapur

Nach unserer persönlichen Führung im Hotel fuhren wir mit dem Taxi zu Basler und Hofmann Singapore. Diese Tochterfirma gehört zur gleichen Firmengruppe, in der ich arbeite. Ich wollte, wenn ich schon einmal in der Stadt bin, vorbei schauen und gucken, was in diesem Teil der Welt von unserer Firma so entworfen, geplant und gebaut wird. Da sollte man auch mal eine Ausnahme machen und den Urlaub mit dem Beruf verbinden. ;)
Es war sehr interessant etwas über das Land, die Leute und die Arbeitsverhältnisse in Singapur, aus der Sicht von Europäern, zu erfahren. Wie sich herausstellte, ist hier einfach alles der komplette Gegensatz zu unseren Idealen und Vorstellungen. Egal wie westlich dieses asiatische Land wirkt, wenn man hier lebt, scheint es doch eine ganz schöne Umstellung zu sein: Wohnungsmarkt, Wertvorstellungen, Stellung der Frau, ein Auto kaufen und dann die Arbeitsverhältnisse für Planer und Bauleiter auf der Baustelle. Wir waren sehr überrascht, aber irgendwie auch fasziniert. Alles Angelegenheiten, auf die man sich einfach einlassen muss!

Merlion

Anschließend wollten wir eigentlich zum Gardens by the Bay. Doch als wir aus dem Bürohaus herauskamen, tröpfelte es schon und als wir auf einer Straßenüberführung ganz in der Nähe standen, fing es an wie aus Eimern zu schütten. Der Regen- und Gewitterschauer war so heftig, dass wir nicht mehr wegkamen. In einer kurzen Regenpause rannten wir zum nächsten Haus, um uns unterzustellen. So „hüpften“ wir von Gebäude zu Gebäude und mussten dabei zu schauen, wie Straßen zu Flüssen wurden und die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte.

Wassermassen auf Singapurs Straßen

Wassermassen auf Singapurs Straßen

Gardens by the Bay wollten wir unbedingt bei schönem Wetter machen. Auch wenn es mittlerweile aufgehört hatte zu regnen, war es noch diesig und trüb. Nicht das beste Wetter für einen so tollen Garten. Wir entschlossen uns mit der U-Bahn von der Haltestelle Burgis bis Raffels Place zu fahren, änderten unseren heutigen Tagesplan und gingen zur Marina Bay, um am Ufer entlang bis zum Merlion zulaufen. Der Wasser speiende Merlion ist halb Meerjungfrau, halb Löwe und symbolisiert die Stärke der Stadt (Löwenkopf) und den Ursprung im und die Verbundenheit mit dem Meer (Fischkörper). Fraser Brunner erschuf diese Figur als Logo und Wahrzeichen für die Stadt. Hier tummeln sich auch immer viele Touristen und man hat ständig das Gefühl, den Leuten durchs Bild zu rennen. Man selber hat kaum eine Chance ein Bild vom Merlion zu machen, ohne das Fremde mit drauf sind.

Raffels Hotel und Sin Swee Kee

Vom Merlion aus liefen wir zum Raffels Hotel. Dieses sehr schicke und alte Hotel im Kolonialstil wurde 1887 in Singapur eröffnet und nach dem Gründer Singapurs (Thomas Stamford Raffles) benannt. Zum Hotel gehören ein tropischer Innenhofgarten, ein Museum und ein Theater im viktorianischen Stil. Außerdem sind hier die etwas teureren Geschäfte zu finden und viele Bars. Man kann als Tourist, ohne Gast des Hotels zu sein, einfach durch die Verandas und Innenhöfe laufen. Wir lunzten immer mal nach drinnen in die Restaurants, Mannomann, das sah sehr sehr edel und teuer aus!

Raffels Hotel

Raffels Hotel

Einmal quer durch das Hotel kamen wir an der Seah Street an. Hier wollten wir essen gehen, da wir eine Empfehlung für das Sin Swee Kee in einem Food-Blog gelesen hatten. Und da war es auch schon, wir standen direkt davor. Also setzten wir uns und bestellten ein Roasted Chicken Rice Menü für 7,80€. Die Bedienung war nicht gerade sehr freundlich, aber naja. Das Essen kam auch überraschend schnell und wir hauten rein. Leider war das Hühnchen kalt und wir waren uns nicht sicher, ob das so sein sollte. Dafür war das Gemüse warm und der Reis ganz lecker.

Roasted Chicken Rice

Roasted Chicken Rice

Wir bezahlten und gingen die Straße weiter, an den anderen kleinen Lokalen vorbei und mussten mit erschrecken feststellen, dass wir im falschen Restaurant gegessen hatten. Wir sind ins Swee Kee gegangen und nicht ins Sin Swee Kee. Also macht nicht den selben Fehler, denn das eigentliche Sin Swee Kee sieht um einiges freundlicher und besser aus! Da hätte es bestimmt auch leckerer geschmeckt.

Swee Kee - das falsche Sin Swee Kee

Swee Kee – das falsche Sin Swee Kee

Da wir für den ersten Tag schon ziemlich viel um hergelaufen waren, waren wir auch dem entsprechend kaputt und machten uns am frühen Abend schon wieder auf den Rückweg ins Hotel. Mit dem Taxi hatte es am Vormittag so gut und einfach geklappt, dass wir uns für die Rückfahrt wieder dazu entschieden und nicht, wie wir es eigentlich vor hatten, mit dem Bus fuhren. Leider wurde das Taxi doch etwas teurer als gedacht, aber naja, Hauptsache keinen Busstress.

Sucht ihr noch nach einem passenden Hotel in Singapur?

Ein für euer Budget passendes Hotel findet ihr über die verschiedenen Onlinereisebüros wie z.B. AgodaBooking.comebookers.deExpediaHotels.comlastminute.de,  otel.com oder Venere.com.

Es fällt hier auf, dass wenig Verkehr herrscht, zumindest für eine Großstadt. Das kommt aber vermutlich durch die hohen Preise für ein Auto. Denn laut der Werbung in der Tageszeitung Strait Times kostet ein Ford Focus umgerechnet 75.000 EUR. Dazu kommt noch eine Gebühr für eine Lizenz für ein Kennzeichen. Das macht 40-50.000 EUR zusätzlich oben drauf. Der Wahnsinn! Aber so dämmt Singapur das Verkehrsproblem und -chaos ein.

Christin

Hey, ich bin Christin und komme aus dem zauberhaften Merseburg. Während meines Studiums in Erfurt, lernte ich meinen heutigen Mann Christian kennen. Jetzt wohnen wir beide im schönen Halle/ Dölau. Durch meinen Beruf als Architektin, bin ich immer interessiert an Orten mit spannender Geschichte und großartiger Architektur. Unsere Reisen sind daher auch immer ein wenig beruflich geprägt. ;)

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