Gardens by the Bay – grüne Oase in Singapur

Der südostasiatische Stadtstaat Singapur möchte die grünste Metropole der Welt werden. Dass dieses Wechselspiel aus Wolkenkratzer und Natur gelingt, zeigt eindrucksvoll der 2012 eröffnete Park Gardens by the Bay.

Flower Dome und Cloud Forest - Gardens by the Bay

Flower Dome und Cloud Forest – Gardens by the Bay

Schon im Jahr 1971 begann man in Singapur mit den Aufschüttungsarbeiten in der Marina Bay. Im September 2006, nach einer internationalen Ausschreibung, bekamen schließlich zwei Architekturbüros aus England den Zuschlag für Ihre Idee. Auf einem Teil, des dem Meer abgerungenen Landes, wurde 2012 das 101 Hektar große Parkgelände Gardens by the Bay eröffnet.

Mit unserem kleinen Tourbus kamen wir am Haupteingang des Parks an. Dieser liegt am südöstlichen Rand von Gardens by the Bay. Hier findet ihr auch das Besucherzentrum, falls ihr noch weitere Informationen und Tipps benötigt. Solltet ihr jedoch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, so müsst ihr an der MRT-Haltestelle Bayfront aussteigen. Diese befindet sich unterhalb des berühmten Marina Bay Sands Hotels.

Zentraler Punkt des Parks ist die Supertree Grove (dt. Baumgruppe). Um diese herum, sind verschiedenste Gärten angelegt. So liefen wir einmal im Uhrzeigersinn herum und durchquerten dabei beispielsweise den chinesischen, indischen oder malaysischen Garten. Alles ist wunderschön gestaltet und die Vielfalt der exotischen Blumen und Bäume im Park sind einzigartig. Insgesamt verbrachten wir ungefähr eine Stunde in den unterschiedlichen Gärten. Für diese muss im Gardens by the Bay auch kein Eintritt gezahlt werden. Ein Eintrittspreis wird nur für die zwei großen Gewächshäuser und den OCBC Skyway in der Supertree Grove verlangt.

Gardens by the Bay – Supertree Grove

Die künstlichen Bäume sind der Mittelpunkt der Parkanlage Gardens by the Bay. Die Stahl- und Betonkonstruktionen „wachsen“ bis zu 50 Meter in der Höhe und sind mit verschiedenen Pflanzenarten begrünt. Aber nicht nur optisch ist diese Baumgruppe ein Highlight. In ihnen wird außerdem Regenwasser gesammelt, über eine Solaranlage Strom erzeugt und ein Teil der Kühlungsanlage für die beiden Gewächshäuser betrieben. Der erzeugte Strom reicht beispielsweise für die allabendliche Lichtshow „Garden Rhapsody“ (täglich 19:45 & 20:45 Uhr).

Supertree Grove

Supertree Grove

In 22 Meter Höhe wurde mit dem OCBC Skyway eine Art Baumwipfelpfad installiert. Dieser ist von 9 bis 21 Uhr geöffnet und kostet 8 SGD (ca. 5 EUR). Von dem 128 Meter langen ebenerdigen Weg soll man eine tolle Panoramaumsicht vom gesamten Areal haben. Beachten sollte man aber, dass immer nur eine begrenzte Anzahl an Personen die Stahlseilkonstruktion betreten darf. Zu Stoßzeiten, so wie bei unserem Besuch, ist also mit längeren Wartezeiten zu rechnen. In der Krone des höchsten Superbaumes gibt es außerdem mit dem IndoChine eine Bar bzw. Restaurant. Weitere Informationen wie Öffnungszeiten und Angebote findet ihr auf der Webseite.

Gardens by the Bay – Flower Dome

Mein erster Eindruck, beim Betreten des Flower Dome, war die angenehme und kühle Innentemperatur. Diese liegt nämlich immer zwischen 23° – 25°C und ist somit knapp zehn Grad unterhalb der Außentemperatur. Dieser konstante Temperaturbereich ist wichtig, dass die über 120 Millionen verschiedenen Pflanzen unter optimalen Bedingungen wachsen können. So stammt ein Großteil der Pflanzen aus Italien, Spanien, Südafrika oder Kalifornien. Im mittleren Teil, des 1,2 Hektar großen Flower Dome, findet alle drei Monate eine wechselnde Ausstellung statt. Während meines letzten Besuches im Juli 2016 wurden hier Orchideen in allen Farben und Formen präsentiert. Die Vielfalt war echt einzigartig. Allerdings sollte man als Europäer nicht so viel „Neues“ erwarten. Die Pflanzenauswahl wurde ehr für das Publikum aus dem asiatisch/tropischen Raum getroffen.

Auch wenn man sich nicht so sehr für Pflanzen interessiert, ist ein Besuch des Konservatoriums aus architektonischer Sicht zu empfehlen. So wurde der Flower Dome 2015 in das Guinness-Buch der Rekorde als das weltweit größte Gewächshaus aufgenommen. Atemberaubend, wenn man bedenkt, dass die Außenhaut aus Stahl und 3332 Glaspaneelen, ohne tragende Stützen im Innenraum auskommt.

Gardens by the Bay – Cloud Forest

Wesentlich spektakulärer empfand ich persönlich den Cloud Forest (dt. Nebelwald). Dieser ist mit 0,8 Hektar zwar etwas kleiner als der Flower Dome, aber von der Konstruktion nicht wirklich uninteressanter. Gleich im Eingangsbereich stand ich vor einem 35 Meter hohen Berg von dem ein Wasserfall herabstürzte. Mit einem Fahrstuhl fuhr ich anschließend in die sechste Etage. Von dort war es nur noch eine Treppe hinauf auf den „Gipfel“. Hinab ging es dann über mehrere Hängebrücken die sich um den Berg wendeln. Um mich herum entdecke ich immer wieder verschiedene Pflanzen, Farne oder Moose. Eindrucksvoll!

Der Eintrittspreis für beide Gewächshäuser zusammen beträgt 28 SGD (ca. 18 EUR). Geöffnet sind sie täglich von 9 bis 21 Uhr.

Satay by the Bay

Vorbei an den zwei großen Glasdomen führte uns ein asphaltierter Weg direkt entlang der Marina Bay. Auf unserem Spaziergang in Richtung Osten kamen wir nach wenigen Metern am Satay by the Bay vorbei. In diesem Pavillon befinden sich kleine Stände mit allerlei verschiedenen Speisen im Angebot. Insgesamt ähnelt es der alten Markthalle Lau Pa Sat, nur ist Satay by the Bay wesentlich kleiner.

Satay by the Bay

Satay by the Bay

Wir suchten uns aus dem umfangreichen Angebot leckere Satay-Spieße aus. Es gibt sie mit Huhn, Rind oder Riesengarnelen – seine Auswahl kann man beliebig mischen. Dazu wird eine leicht scharfe Erdnusssoße und die traditionellen Beilagen wie Zwiebeln und Gurke gereicht. Haben die geschmeckt! Kurzum, ein Besuch im Pavillon Satay by the Bay und Satay-Spieße können wir euch bei eurer Reise nach Singapur nur empfehlen. Die Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Webseite.

Tipps und Informationen für Singapur

Wie kommt man hin?

Singapore Airlines* fliegt 24 Mal pro Woche von Deutschland (Frankfurt 14x, München 7x & Düsseldorf 3x) nonstop nach Singapur. Die Strecke ab Düsseldorf wird mit der neuen Airbus A350 geflogen. Außerdem bietet auch die Lufthansa* eine tägliche Direktverbindungen ab Frankfurt an.

Wo übernachtet man gut?

Die Auswahl an Hotels in Singapur ist riesig, so gibt es allein über vierzig 5-Sterne-Hotels. Im luxuriösen The Ritz-Carlton Millenia an der Marina Bay (Hotel Bewertung) kostet beispielsweise ein Zimmer ab 340 Euro die Nacht. Wer jedoch etwas günstiger wohnen möchte, der wird sicherlich über Buchungsportale wie Expedia*, Agoda* oder Booking.com* fündig. Transitpassagiere von Singapore Airlines* können im Rahmen des „Singapore Stopover Holiday“-Programms ab 28 Euro pro Person im Doppelzimmer (inklusive Flughafentransfer) übernachten.

Wie kommt man rum?

Singapur hat ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Die Fahrt mit der modernen U-Bahn (MRT) oder mit einem Linienbus ist günstig und zuverlässig. Ferner sind eine Vielzahl an Taxis in Singapur rund um die Uhr unterwegs. Beachten sollten man hierbei, dass zusätzlich zum Fahrpreis (per Taxameter) noch die Straßenmaut (ERP – Electronic Road Pricing) fällig wird. Mietwagen werden selbstverständlich auch angeboten. Wir würden jedoch, und das nicht nur aufgrund des Linksverkehr, davon abraten.

Was benötige ich zur Einreise?

Für die Einreise nach Singapur benötigt man als deutscher Staatsbürger lediglich einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Bei der Einreise erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage. Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument. Weitere Informationen, insbesondere zu den strikten Zollvorschriften, findet ihr außerdem auf der Informationsseite des Auswärtigen Amtes.

Wie steht es um die Sicherheit?

Singapur gilt als eine der sichersten Metropolen in Asien. Schließlich geht der Stadtstaat konsequent gegen Verbrechen jeglicher Art, auch vermeintlichen „Kleinigkeiten“ wie z.B. das Wegwerfen von Abfall, vor. Ferner sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität zu beachten.

Welchen Reiseführer für Singapur könnt ihr empfehlen?

Für den perfekten Städtetrip nach Singapur empfehlen wir dir diesen Reiseführer*. Hier findest du nicht nur einen detaillierten Stadtplan, sondern auch jede Menge Infos zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Singapore Airlines und das Singapore Tourism Board. An dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank für die Kooperation und Betreuung. Dieser Beitrag stellt unsere freie und unabhängige Meinung dar. Weitere Informationen zur Unabhängigkeit findet ihr unter dem Punkt Kooperation.

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Unsere Bewertung des Gardens by the Bay

Christian

Mein Name ist Christian und ich bin im grünen Herzen Deutschlands geboren und habe im thüringischen Ilmenau Ingenieurinformatik studiert. Seit 2012 wohne ich mit meiner Frau Christin in Halle (Saale). Am Reisen liebe ich das Fliegen, das Entdecken von gutem Essen und Trinken und das Übernachten in tollen Hotels. Ich bin reisebegeistert und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Über meine Erlebnisse von unterwegs berichte ich schon seit 2007.

3 Antworten

  1. Tanja sagt:

    Hallo, kannst du mir verraten, wie lange man für Gardens by the bay braucht? Ich möchte in beide Dome’s und einen ausführlichen Spaziergang durch den Park machen. Ist 1 ganzer Tag zu viel?

    • Christian sagt:

      Hallo Tanja,
      also das hängt natürlich stark von den Wartezeiten vor den Dome’s ab. An Besuchszeit würde ich pro Dome ungefähr 45 – 60 Minuten einplanen. Insgesamt sollte ein halber Tag ausreichend sein.
      Grüße und viel Spaß in Singapur!

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